Warum Ruhezeiten im Hundehort so wichtig sind
- DogMoms

- 3. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 4. Feb.
Viele Menschen sind überrascht, wenn sie hören, dass die Hunde bei uns im Hundehort nicht den ganzen Tag spielen.
Aber genau das ist einer unserer wichtigsten Punkte bei uns: Wir achten ganz bewusst auf Ruhe, Pausen und Erholung - weil ein ausgelasteter Hund ist nicht der, der den ganzen Tag rennt, sondern der, der körperlich und seelisch im Gleichgewicht ist.

Hunde brauchen mehr Schlaf als wir denken
Wusstest du, dass Hunde 16-20 Stunden am Tag ruhen oder schlafen sollten? Und Junghunde und Senioren sogar noch mehr!
Viele Hunde kommen morgens schon voller Energie und leicht überdreht zu uns in den Hundehort. Voller Freude ist ihr Stresslevel aber schon etwas erhöht, bevor der Tag überhaupt begonnen hat.
Wenn sie dann ohne Pausen ständig spielen, toben oder Reizen ausgesetzt sind, können sie nicht mehr abschalten.
Das führt schnell zu innerer Unruhe, Überforderung oder sogar Aggression.
Darum gilt bei uns: Ruhe ist ein Grundbedürfnis.

Ruhe bedeutet nicht gleich "Langeweile"
Viele denken, Ruhephasen seien einfach "nichts-tun"
Aber in Wahrheit passiert in dieser Zeit ganz viel:
Der Hund verarbeitet Erlebnisse und Reize
Das Nervensystem fährt runter
Das Gehirn speichert Gelerntes ab
Körper und Immunsystem regenerieren
Ruhe ist also kein passiver Zustand - sie ist aktive Erholung und Verarbeitung.
Erst durch diese Balance zwischen Aktivität und Ruhe bleibt der Hund ausgeglichen, konzentriert und sozial verträglich.

Wie das bei uns im Hundehort aussieht
In unserem Hort hat jeder Hund seinen Rückzugshort: gemütliche Teppiche, flauschige Betten, ruhige Bereiche und geregelte Ruhezeiten.
Wir gestalten den Tag bewusst in Phasen der Bewegung, Begegnung und danach gezielte Pausen, in denen sich die Gruppe entspannt.
Durch klare Strukturen, legen sich unsere Hunde nach den Spaziergängen sofort hin. Nach ein paar Minuten atmen alle ruhiger, die Stimmung senkt sich und man spürt: Jetzt ist wieder Frieden im Rudel.

Warum "mehr Action" oft weniger gut ist
Es klingt paradox, aber: Zu viel Spass kann Stress sein.
Viele Hunde zeigen nach einem Tag mit zu viel Reizüberflutung Symptome wie:
Unruhe, ständiges Herumlaufen
Überdrehtes Verhalten zu Hause
Schlechter Schlaf
Reizbarkeit gegenüber andern Hunden
Das ist kein Zeichen dafür, dass sie "nicht genug ausgelastet" waren - sondern, dass sie zu wenig Erholung hatten.
Ein Hund, der gelernt hat, sich zu entspannen, kann im Alltag viel besser mit neuen Situationen umgehen.

Was wir unter "guter Betreuung" verstehen
Für uns bedeutet gute Betreuung nicht: den Hund den ganzen Tag zu beschäftigen. Sondern: ihn zu verstehen, zu lesen und ihm das zu geben, was er wirklich braucht - mal Bewegung, mal Sozialkontakt, und ganz oft einfach: Ruhe.
Denn Hunde lernen, spielen und wachsen nur dann gesund, wenn sie auch die Chance haben, zur Ruhe zu kommen.
Darum achten wir bei uns immer auf dieses Gleichgewicht: Bewegung, Begegnung, Bindung - und ganz viel Pause dazwischen.

Fazit:
Ein glücklicher Hund ist kein Dauerläufer, sondern ein Hund, der innerlich angekommen ist. Ruhezeiten sind der Schlüssel dazu - sie schenken Sicherheit, Ausgeglichenheit und echtes Wohlbefinden.
In unserem Hundehort ist Ruhe kein "Programmpunkt" sondern unsere Grundhaltung:
Wir gönnen unseren Hunden Pausen, weil wir wissen, dass sie genau dann am meisten wachsen.





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