Tierversuche - Die Schattenseite von Kosmetik - Putzartikel und vielem mehr
- DogMoms

- 12. Jan.
- 4 Min. Lesezeit
Wenn wir morgens unseren Hundehort öffnen und die ersten Fellnasen fröhlich hereinstürmen, dann spüren wir jedes Mal wieder: Tiere sind keine Objekte! Sie sind fühlende Lebewesen, mit Freude, Angst, Schmerz, Zuneigung und einem Herzen das genauso stark schlägt wie unseres.
Genau deshalb trifft uns das Thema Tierversuche mitten ins Herz.
Die Schweiz - ein Land mit hohen Standards und grossen Widersprüchen
In der Schweiz gelten strengere Tierschutzgesetze als in vielen anderen Ländern. Tierversuche sind hier nur erlaubt wenn sie "unerlässlich" sind - und trotzdem werden jedes Jahr tausende Tiere für wissenschaftliche oder industrielle Zwecke verwendet.
Das klingt doch widersprüchlich oder?
Noch verwirrender wird es, wenn man genauer hinschaut:
Kosmetik und Haushaltsartikel dürfen in der Schweiz zwar nicht an Tieren getestet werden, doch das Problem liegt woanders.
Produkte die aus dem Ausland importiert werden, dürfen Inhaltsstoffe enthalten, die in anderen Ländern an Tieren getestet wurden. Und in manchen Ländern (wie China) ist das für bestimmte Produkte sogar gesetzlich vorgeschrieben.
Das bedeutet: Selbst wenn du hier Kosmetikprodukte oder Putzmittel kaufst, kann es sein, dass irgendwo auf der Welt Tiere dafür leiden mussten.
Medikamente, Kosmetik & Putzmittel - das versteckte Leid
Wenn wir an Tierversuche denken, denken wir oft an Medikamente, Lippenstifte oder Mascara. Aber die Realität geht leider weit darüber hinaus.
Medikamente:
In der Schweiz müssen Medikamente an Tieren getestet werden, damit sie für den Markt zugelassen werden. Hier ist es momentan also leider nicht möglich, als Einzelperson etwas dagegen zu unternehmen.
Kosmetik & Körperpflege:
Auch wenn in der Schweiz und in der EU Tierversuche für Kosmetikprodukte verboten sind, werden viele einzelne Inhaltsstoffe trotzdem in anderen Ländern an Tieren getestet.
Dabei gibt es längst modernere Testmethoden ohne Tiere - mit Zellkulturen, künstlicher Haut und innovativer Labor-Technologie. Die Möglichkeiten sind da, sie müssen nur konsequent genutzt werden.
Putzmittel:
Viele herkömmliche Reinigungsmittel werden oder wurden an Tieren getestet - um zu prüfen, ob sie giftig sind, die Haut reizen oder die Schleimhäute angreifen. Dabei gibt es längst sichere, pflanzliche Alternativen, die genauso gut wirken und weder Tier noch Umwelt belasten.
Dazu kommt: Die aggressiven Chemikalien, die in vielen Reinigern stecken, sind nicht nur gefährlich für die Tiere im Labor, sondern auch für unsere Haustiere zu Hause. Rückstände auf dem Boden oder auf Schlafplätzen können empfindliche Hundepfoten reizen oder Atemprobleme verursachen.
Für uns war klar: Das wollen wir nicht. In unserem Hundehort reinigen wir ausschliesslich mit tierversuchsfreien und stark verdünnten Mitteln, die sanft, sicher und effektiv sind - weil Sauberkeit wichtig ist, aber trotzdem niemals auf Kosten von Tieren gehen sollte.
Tierversuche an Hunden:
Ja, leider werden auch an Hunden Tests durchgeführt - vor allem in der Pharmaindustrie, bei Pestiziden oder Chemikalien.
Besonders Beagles werden oft verwendet, weil sie klein und freundlich sind.
Der Gedanke, dass irgendwo ein Hund in einem sterilen Labor leidet und sein Leben in einem Käfig verbringt, belastet sehr.
Unser Weg: konsequent Tierversuchsfrei
Gerade weil wir täglich mit Tieren arbeiten und sie als Familienmitglieder sehen, war für uns klar: Wir wollen anders handeln.
In unserem Hundehort verwenden wir ausschliesslich tierversuchsfreie Putzmittel - viele davon sind biologisch abbaubar, sanft zur Umwelt und sicher für empfindliche Hundepfoten und -Nasen.
Und weil es uns so wichtig ist, was wir auf die Haut unserer Fellfreunde lassen möchten, stellen wir Hundeshampoos und Sprays für Hunde selbst her - natürlich ohne Tierversuche, mit ätherischen Ölen und ganz viel Liebe.
Entdecke unsere vegane und tierversuchsfreie Sprays oder unser Shampoo für Hunde.

Warum es uns alle etwas angeht:
Wir glauben daran, dass echte Tierliebe nicht an der eigenen Haustür aufhört. Sie zeigt sich in all den kleinen Entscheidungen, die wir täglich treffen.
Vielleicht fragst du dich "was kann ich denn schon ändern?"
Ehlich gesagt: Eine ganze Menge. Aber wo und wie fängt man an? Das Anfang ist immer das schwerste aber man findet sehr schnell tolle alternative Produkte. Niemand erwartet das man von heute auf morgen alles verändert doch bei jedem Produkt das du neu kaufen willst kannst du auf folgendes achten:
Du kannst beim Einkauf gezielt nach tierversuchsfreien Labels wie Leaping Bunny oder PETA Cruelty Free schauen
Du kannst Marken anschreiben und nachfragen, ob sie wirklich in allen Produktionsländern auf Tierversuche verzichten.
Wenn du eine Marke kennst, die keine Tierversuche macht, kannst du versuchen bei möglichst vielem auf diese Marke umzustellen
Du kannst kleine lokale Hersteller unterstützen - wie uns oder andere, die bewusst auf Tierleid verzichten
Unsere Empfehlungen:
Marken, die keine Tierversuche durchführen:
Reinigungsartikel:
Bluu
Held
Oecoplan
EcoVer
Frosch
Kosmetik & Körperpflege:
Lush
Garnier
The body shop
Kneipp
Weleda
Tierbedarf:
Anifit
Mammaly
Platinum
Vegdog
Wolfsblut
Marken, die Tierversuche durchführen:
Reinigunsartikel:
Henkel
Ariel (Waschmittel)
Fairy (Spülmittel)
Air Wick (Duft- und Raumerfrischer)
Febreze
Lenor
Kosmetik & Körperpflege:
Nivea
Head & Shoulders
L'oreal
Schwarzkopf
Estee Lauder
Sonstige:
Diesel
Dior
Hugo Boss
Pampers
Post-It
Wenn du dir bei einer Marke nicht sicher bist, checke die Webseite von PETA, da kannst du gezielt nach deinen Marken suchen.
Fazit
Jede Entscheidung ist ein Statement und jeder Kassenbon ist ein Stimmzettel. Und wenn immer mehr Menschen bewusst handeln, wird es für die Industrie irgendwann günstiger und sinnvoller, komplett umzudenken. Du kannst dich mit jedem Einkauf gegen Tier Leid entscheiden und dank vielen tollen Marken muss man auf nichts verzichten.




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