top of page

Das 1x1 der Hundebegegnungen

Was wirklich höflich ist - und was viele Hunde (und Menschen) stresst.


Hundebegegnungen gehören zum Alltag - im Wald, in der Stadt, auf dem Spaziergang oder vor dem Hundehort. Doch während wir Menschen oft denken "die sollen doch einfach Hallo sagen", empfinden viele Hunde solche Begegnungen ganz anders. Unsicherheit, Missverständnisse und Stress entstehen häufig genau dann, wenn wir eigentlich nur freundlich sein wollten.


Damit Spaziergänge für alle entspannter werden, lohnt sich ein Blick auf die wichtigsten Regeln für höfliche Hundebegegnungen.


3 entspannte Hund auf einem Waldspaziergang
Mailo, Mila & Pebbles entspannt unterwegs

Nicht jeder Hund möchte Kontakt

Eine der wichtigsten Regeln: Ein fremder Hund hat kein Recht auf Kontakt - und deiner auch nicht.


Viele Hunde mögen fremde Hunde nicht besonders, sind unsicher oder befinden sich gerade im Training. Besonders schwierig können Begegnungen sein bei:

  • unsicheren oder ängstlichen Hunden

  • Hunden im Training

  • Hunden aus dem Tierschutz

  • Läufige Hündinnen

  • Hunden, die gerade Ruhe brauchen


Höflich ist also: erst fragen - dann eventuell Kontakt zulassen.

Unhöflich ist: "Der will nur Hallo sagen" und den eigenen Hund einfach hinlaufen lassen.



Distanz ist höflich

Hunde kommunizieren stark über Körpersprache und Abstand. Direkt auf einen fremden Hund zuzulaufen ist aus Hundesicht eher unfreundlich.


Nimm Rücksicht auf andere Hunde in dem du:

  • einen kleinen Bogen läufst

  • dein Tempo allenfalls reduzierst

  • Abstand lässt

  • deinen eigenen Hund zurückrufst


Viele Hunde entspannen sich sofort, wenn sie merken: "Dieser Hund bedrängt mich nicht."



An der Leine ist Kontakt oft schwieriger

Leinenbegegnungen sind für viele Hunde besonders herausfordernd. Die Leine schränkt Bewegungen ein und verhindert natürliche Kommunikation.


Darum gilt:

  • Vorbeigehen mit Abstand

  • Blickkontakt zum Menschen - nicht zum Hund

  • ruhiges Weiterlaufen


Kontakt an der Leine kann funktionieren, muss aber nicht. Für viele Hunde ist es deutlich entspannter, einfach vorbeizugehen.



Leinenaggression

Einige Hunde haben eine Leinenaggression. Das macht sie nicht zu bösen Hunden, das bedeutet nur, dass Hundebegegnungen an der Leine extrem schwierig für diese Hunde sind. Das kann verschiedene Gründe haben.

Es ist wichtig, daran zu arbeiten.


Doch wir kennen es alle: manchmal hat man einfach keine Energie, schon wieder eine Begegnung auf dem Spaziergang meistern zu müssen.

Wenn du einen Hund siehst, versuche einfach umzukehren, und laufe in eine andere Richtung. So kannst du dir und deiner Fellnase eine Menge Stress ersparen. Das machen wir mit unseren Hort-Hunden regelmässig.


Falls dein Hund keine Leinenaggression hat, du aber häufiger Hunde siehst, die direkt kehrt machen sobald sie dich sehen - nimm das nicht persönlich. Respektiere dass sie keinerlei Kontakt haben möchten. Rufe nicht hinterher und passe allenfalls dein Tempo an.



Körpersprache lesen lernen

Hunde zeigen sehr deutlich, wie sie sich fühlen - wir müssen nur hinschauen.


Typische Stresssignale sind zum Beispiel:

  • Kopf wegdrehen

  • Über die Schnauze lecken

  • langsamer werden oder stehen bleiben

  • Fixieren

  • angespannte Körperhaltung


Wenn dein Hund solche Signale zeigt, bedeutet das meist: "Bitte gib mir mehr Abstand"



Rückruf bedeutet Rücksicht

Ein zuverlässiger Rückruf ist nicht nur Training - er ist Höflichkeit gegenüber anderen Menschen und Hunden.


Wenn ein anderer Hund angeleint ist, krank wirkt oder der Mensch seinen Hund zu sich ruft, ist es respektvoll, denn eigenen Hund ebenfalls zu sich zu rufen.


Sätze wie "der tut nix" oder "der will nur spielen" sind leider oft der Grund, warum solche Begegnungen eskalieren.


Die Gelbe Schlaufe - ein wichtiges Signal

Vielleicht hast du sie schon gesehen: eine gelbe Schlaufe oder ein gelbes Band an der Leine.


Sie ist Teil der sogenannten Yellow Dog Signals und bedeutet ganz klar: Dieser Hund möchte keinen Kontakt.


Die Gründe dafür können ganz unterschiedlich sein:

  • Training

  • Unsicherheit oder Angst

  • gesundheitliche Probleme

  • Läufigkeit

  • schlechte Erfahrungen

  • einfach der Wunsch nach Ruhe


Das Wichtigste: Du musst den Grund nicht kennen - respektiere einfach das Signal.


Wir stellen selbst gelbe Schlaufen aus Epoxidharz oder Paracord her. Du kannst diese ganz einfach an der Leine befestigen. So kannst du klar und sichtbar kommunizieren, dass dein Hund Abstand braucht - ohne dich jedes mal erklären zu müssen.

Du kannst jederzeit eine gelbe Schlaufe bei uns bestellen.



Welpen dürfen nicht alles

Viele Menschen denken: "Es ist ja nur ein Welpe"


Doch gerade junge Hunde lernen in dieser Phase soziale Regeln. Wenn sie jeden Hund anspringen, bedrängen oder überrennen dürfen, kann das später zu echten Problemen führen.


Auch Welpen profitieren davon zu lernen:

  • nicht jeder Hund möchte Kontakt

  • ruhig an anderen Hunden vorbeizugehen



Du kennst den anderen Hund nicht

Etwas das du immer im Hinterkopf haben sollst: Nur weil dein Hund freundlich ist, weisst du nicht, wie der andere Hund darauf reagiert. Du weisst nicht, ob dieser Hund auch freundlich ist, ob er Schmerzen hat und deswegen empfindlich sein kann, oder ob dein Hund zu wild für ihn ist.


Alle Hunde sind anders, und haben unterschiedliche Grenzen.



Fazit: Höfliche Hundebegegnungen sind eigentlich ganz einfach

Die wichtigste Regel lautet:

Respektiere Abstand, frage nach Kontakt, achte auch Körpersprache und akzeptiere wenn kein Kontakt gewünscht ist.


Wenn wir Menschen lernen, Begegnungen bewusster zu gestalten, profitieren alle davon:

  • weniger Stress für Hunde

  • entspanntere Spaziergänge

  • mehr Rücksicht unter Hundemenschen


Für den einen Hund ist eine Begegnung Alltag - für den anderen eine Herausforderung. Rücksicht kostet nichts und kann für den anderen Hund ganz viel verändern.


Und meistens sind höfliche Hundebegegnungen die, dbei der zwei Hunde entspannt aneinander vorbeigehen.


2 Hunde auf einem Weg während dem Spaziergang
Brody & Cookie danken für höfliche Hundebegegnungen

 
 
 

Kommentare


KONTAKT

Striegelstrasse 8

5745 Safenwil

So erreichst du uns:

0783035774

dogmomsdaycare@gmail.com

Öffnungszeiten:

MO-FR: 7:00 - 18:00 Uhr

Samstag und Sonntag für regelmässige Tagesgäste auf Anfrage. 


Ferienbetreuung: Während den Aargauer Schulferien. ausserhalb der Schulferien nur für regelmässige Tagesgäste auf Anfrage.

Adresse:

bottom of page